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  1. Weihnachts-Samples von LT

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    Dezember 20, 2014 by linguasite

    Weihnachtspäckchen sind toll, sofern man welche bekommt. Ab und zu lohnt es sich aber auch, einfach danach zu fragen. Für mein Netzteil-Projekt möchte ich gerne ein paar aktuelle Bauteile von Linear Technology testen und habe nach vier Samples gefragt. Und eine knappe Woche später lagen sie schon im Briefkasten, verschickt von einer deutschen LT-Niederlassung.

    ltcgmbh

    Ein Blick auf die aktuellen Entwicklungen von LT lohnt sich immer, finde ich, weil dort sehr innovative und kreative Schaltungen entstehen, die gerade für Hobby-Anwendungen viel Aufwand an anderer Stelle sparen. Der Preis mag dabei erst mal etwas abschrecken, aber mir geht es regelmäßig so, dass ich durch die Verwendung eines gut durchdachten und passgenauen Bausteins zwei oder drei andere Teile einsparen kann und am Ende doch günstiger davon komme und sogar noch weniger Arbeit habe.

    ltc2945

    Der LTC2945 ist ein Leistungsmonitor. Damit kann ich Strom und Spannung messen und die ermittelten Werte direkt via I2C im Mikrocontroller verarbeiten. Mit 12 Bit Auflösung im A/D-Wandler ist reichlich Genauigkeit vorhanden, um bei einem 30V/3A-Netzteil hundertstel Volt und 1mA zu messen und anzuzeigen. Mehr muss nicht, mit weniger wäre ich allerdings auch nicht zufrieden.

    ltc2633

    Das Bild oben zeigt einen LTC2633 im TSOT-23-Gehäuse. Das ist wirklich enorm klein, das Rastermaß beträgt 0,65 mm. Dieses IC ist im Prinzip ein normaler D/A-Wandler, der aber praktischerweise gleich eine eingebaute Spannungsreferenz hat. Das spart schon mal einigen Aufwand für eine externe Referenzschaltung. Außerdem sind gleich zwei Wandler im Gehäuse untergebracht. Per I2C wird jeweils ein Wert übergeben, der dann am Ausgang A oder B anliegt und zur Steuerung der Spannungs- und Stromregelung verwendet werden kann. Die Auflösung beträgt bis zu 12 Bit und die Genauigkeit ist z.B. der eines Atmega-DAC deutlich überlegen.

    ltc3632

    LT hat sich ja besonders durch Spannungswandler und -regler einen Namen gemacht. In der oben verlinkten Liste der aktuellen Produkte sind ein paar echte Leckerbissen dabei. Der hier gezeigte LTC3632 ist ein kleiner Schaltregler (Step Down), den ich zur Erzeugung einer negativen Hilfsspannung verwenden möchte. Dazu sind wieder nur ein paar externe Bauteile notwendig, Spule, Speicherkondensatoren und eine paar Widerstände für die Spannungseinstellung. Mehr als 20mA sind zwar nicht drin, was mir völlig ausreicht, dafür geht der Spannungsbereich für die Versorgung bis 50V, was nicht ganz gewöhnlich ist. Die Kühlung erfolgt über ein Heat-Pad an der Unterseite des MS8E-Gehäuses mit ebenfalls 0,65mm Pitch.

    lt3083

    Zum Schluss noch ein etwas bekannterer Baustein: Der Linearregler LT3083. Damit kann ich bis zu 3 Ampere regeln, wobei die Dropout-Spannung, also der minimale Spannungsunterschied zwischen Eingang und Ausgang, nur 310mV beträgt. Eine Besonderheit des LT3083 gegenüber z.B. einem LM317 ist, dass die Ausgangsspannung bis auf 0 Volt herunter geregelt werden kann. Für die Spannungseinstellung ist nur ein Widerstand erforderlich, im Gegensatz zu einem Spannungsteiler aus 2 Widerständen bei LM317 und vergleichbaren Reglern. LT schafft dieses Kunststück durch eine interne Konstantstromquelle. Mit 10µF Keramik am Ausgang ist die Regelung bereits stabil. Dieser Regler ist übrigens seit einiger Zeit im TO-220-Gehäuse mit 5 Anschlüssen (nicht von deren falschem Produktfoto verwirren lassen) bei Reichelt zu bekommen (aber im Moment gerade ausverkauft).

    Alle Samples werde ich nach und nach testen und hier darüber ausführlich berichten.

    Danke, LT, für die schöne Weihnachtspost.


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