#BlogBlick No. 3

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August 9, 2015 by linguasite

Der dritte #Blogblick ist da. Um etwas Regelmäßigkeit in diese Serie zu bringen, plane ich zukünftig jeden Sonntag eine neue Folge zu veröffentlchen.


 

Eine meiner zukünftigen Projekt-Ideen ist ein Funktionsgenerator. Mein alter ELV-Klirrfaktorgenerator nervt mich schon lange. Im Elektronikblog „rs-elec“ geht es um den Synthesiszer-Baustein AD9850 von Analog Devices:

Wie in dem letzten Beitrag angekündigt, habe ich ein eigenes Modul für den AD9850 entworfen. Dies funktioniert in der in der Revision 0.03 so gut, dass ich es kaum erwarten kann es vorzustellen. Vorweg folgendes: Jitter sind kein Problem mehr, genau so wenig wie doppelte Flanken im TTL-Signal. TTL- und Sinussignal gehen problemlos bis 40 MHz, das analoge Rechtecksignal bis ca. 5 MHz, dann wird es langsam dreieckig.

https://rselec.wordpress.com/2015/07/10/ad9850-functiongenerator-modul/


 

Für mein Labornetzteil-Projekt hatte ich ursprünglich ein OLED-Display eingeplant, dann wurde es wegen der Touch-Idee aber doch ein TFT. Im Blog „Raspberry Pi Lab“ gibt es eine sehr detaillierte Anleitung zur OLED-Ansteuerung via I2C mit dem Raspi:

Für gerade einmal 10 € gibt es ein 0,96 zoll Display mit einer Auflösung von 128×64 Pixel zum Beispiel bei amazon. Das Display ist groß genug, um kleine Grafiken und Benachrichtigungen anzuzeigen. Mein Display ist ein chinesisches Produkt, angepriesen als 100 % kompatibel zum Original von Adafruit und daher wohl 100% kompatibel zur Adafruit-Bibliothek Adafruit_SSD1306.h für den Arduino. Es wird mit 5V betrieben und verfügt über eine I2C-Schnttstelle.

https://raspilab.wordpress.com/2015/03/31/meine-smartwatch-mit-i2c-ein-oled-display-ansteuern/


 

Ebenfalls auf meiner Irgendwannmal-Liste steht die Entwicklung einer FPGA-Anwendung. „KreativModus“ hat ein FPGA-Board gebaut und zeigt in der aktuellen Bestandsaufnahme noch weitere Projekte:

Eine Auflistung der Projekte, welche mir momentan vorschweben oder hier gerade rumfliegen.

https://kreativmodus.wordpress.com/2015/06/20/bestandsaufnahme/


 

Im Amateurfunk-Blog von DL3BU geht es um eine DCF-77-Uhr mit weißen 7-Segment-Anzeigen in einem eleganten Plexiglas-Gehäuse:

Der Arbeitskreis Amateurfunk und Telekommunikation in der Schule (AATIS) e.V. hatte im Praxisheft Nr. 24 eine universielle Uhr mit weißer Siebensegment-LED-Anzeige veröffentlicht. Es handelt sich um eine DCF77-gesteuerte Uhr, welche wahlweise Ortszeit, Universal Time und Datum in zwei Zeilen mit je vierstelligen, weißen Siebensegment-Anzeigen anzeigt.

https://dl3bu.wordpress.com/2015/07/26/aatis-multiclock-as-324-2/


 

low Current“ ist ein schönes Elektronikblog, das leider seit über einem Jahr schläft. Der letzte Beitrag handelte von einem Raspi-Projekt mit Interrupt-Steuerung.

Durch seine GPIO Ports ist der Raspberry Pi sehr interessant für Projekte an denen man einige IOs benötigt um etwas Elektronik zu steuern. Gleichzeitig bekommt man mit dem Pi noch einen (fast) vollwertigen LINUX Computer. Es ist also möglich einen Webserver inklusiver richtigen Datenbank auf dem Pi laufen zu lassen und trotzdem direkt mit Hardware zu kommunizieren.

https://lowcurrent.wordpress.com/2014/04/17/interrupt-delay-am-raspberry-pi/


 

Als ich mit diesem Blog anfing, hatte ich den Eindruck, dass es nur sehr wenige Elektronik-Blogs im deutschen Sprachraum gibt. Diese These ist wohl nicht haltbar. Sie sind nur nicht so leicht zu finden. Aber vielleicht hilft ja etwas Vernetzung dagegen?

 


Projektidee: Tochscreen-Labornetzteil

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August 8, 2015 by linguasite

vamos_psu_kopf

Es gibt ein paar Projekte, an denen kommt kaum ein Bastler vorbei. Das Labornetzteil gehört neben Funktionsgenerator, Belichter, Reflow-Ofen und einigem anderen Werkbank-Zubehör ganz oben auf die Bastel-Liste.

Mein erstes geregeltes Netzteil habe ich in der Lehrzeit gebaut, mit einem 2N3055 als Linearregler und mit zwei schönen analogen Anzeigen. Mit 12V und maximal 1A hat es mir lange Zeit gute Dienste geleistet, wurde dann aber irgendwann durch ein chinenisches Schaltnetzteil mit 30V und 3A ersetzt.

In letzter Zeit sind mir allerdings ein paar Bauteile in die Hände gefallen, die danach schreien, endlich wieder ein Netzteil zu entwerfen, und zwar eins, das die nächsten 20 Jahre für alle Anwendungen die passenden Features hat und in der Entwicklung und der täglichen Nutzung wirklich Spaß macht.

Mein Arbeitsplatz ist zwar ziemlich breit, aber es fehlt an Tiefe. Also muss ein kompaktes Gehäuse her. Eine Steckdosenleiste, die ich vor einiger Zeit hauptsächlich wegen des interessanten Pultgehäuses gekauft habe, wird also geschlachtet und umfunktioniert.

steckdosenleiste

Damit für jede Anwendung die richtige Versorgung parat ist, habe ich zwei regelbare Ausgänge mit 28V und 3A eingeplant. Außerdem kommen noch zwei Festspannungen dazu, 12V und 5V bieten sich an. Zusätzlich hätte ich gerne USB-Anschlüsse, an denen ich schnell und ohne viel Gestöpsel Arduino-Boards versorgen kann.

xl4016_obenIm chinesischen Gemischtwarenhandel ist mir ein Step-Down-Regler über den Weg gelaufen, der sich vom üblichen China-Schrott deutlich unterscheidet: Saubere Verarbeitung, sinnvoll entworfene Schaltung und wirklich die Leistung, die drauf steht. Er arbeitet mit dem Schaltregler XL4016 von XLSEMI, ein bei uns kaum erhältliches Teil, der mit nur 5 Pins einfach zu verwenden ist und beeindruckende Leistungswerte zu bieten hat.

xl4016_hintenAn dem Schaltregler habe ich schon rumgelötet und das Poti für die Spannungseinstellung mit einer Steuerspannung aus einem D/A-Wandler verbunden. Das funktioniert sehr gut. Auf der Unterseite sieht man den XL4016 und eine doppelte Schottky-Diode. Normalerweise sitzt hier ein Kühlkörper. In meinem Fall soll der Schaltregler aber direkt auf dem Gehäuseboden befestigt werden und diesen zur Kühlung nutzen.

Mit den anderen beiden Potis werden die Strombegrenzung und der Schwellenwert für die Überstromabschaltung eingestellt. Diese beiden Funktionen werde ich voraussichtlich nicht nutzen, und zwar aus folgendem Grund: Die Ausgangsspannung des Schaltreglers ist leicht wellig. Also muss ich mit Elkos glätten. Dann habe ich aber keine schnell veränderbare Spannung am Ausgang, weil die Elkos erst entladen müssen, wenn ich die Spannung reduziere. Mehr als 10µF sollten nicht parallel zu den Ausgangsbuchsen hängen.

Die Lösung ist ein nachgeschalteter Linearregler, der sich auch um die Strombegrenzung kümmert. Ein gewöhnlicher LM317 bzw. dessen stärkere Brüder kommen hier nicht in Frage, da sie sich nicht bis auf 0 Volt herunterregeln lassen. Ich bräuchte dann also eine negative Referenzspannung und das ist mir zu viel Aufwand. Außerdem sollte die Drop-Out-Spannung, also der minimale Spannungsabfall zwischen Ausgang und Eingang des Regler, möglichst gering sein.

Linear Technologies hat hier die Lösung in Form des LT3083. Das ist ein wirklich beeindruckender Regler, der zwar nicht billig ist, aber jede Menge Vorteile mitbringt, die ich demnächst noch genauer erläutern werde.

lt3083

Ebenfalls von LT kommt der A/D-Wandler LTC2945. Dieser Baustein ist ein kompletter Power-Monitor mit I2C-Bus, der nur einen Shunt braucht, um Strom- und Spannungwerte mit einer Genauigkeit von 12 Bit zu liefern.

Einen D/A-Wandler brauche ich auch. Hier kommt ein LTC2633 zum Einsatz, der ebenfalls einen I2C-Bus hat. Kurz zur Erklärung, warum ich nicht die Analogpins des Controllers verwende: Ich möchte mit einem einzigen Controller für die gesamte Schaltung arbeiten (wahrscheinlich der erste Einsatz meines Teensy). Dieser soll von den Ausgangsspannungen galvanisch getrennt sein. Die beiden Ausgangsspannungen möchte ich auch symmetrisch verwenden können, also dürfen sie keine gemeinsame Masse haben. Das geht nur, wenn ich A/D- und D/A-Wandlung im jeweiligen Schaltkreis der Ausgangsspannung einbaue und das I2C-Signal dann über einen Isolator zum Controller führe. Diese galvanische Trennung übernimmt bei mir der ADuM1250 von Analog Devices, auch ein beeindruckendes IC, über das ich demnächst mehr schreiben möchte.

display_vorneDer Teensy soll auch die zwei Touch-Displays verwalten. Ich möchte zwei 2,4-Zoll-Displays mit SPI verwenden und diese sowohl für die Anzeige der Ausgangswerte als auch für die gesamte Steuerung des Controllers verwenden.

display_hintenDer Touch-Controller ist bereits auf dem Board montiert. Hier wird ein chinesischer Nachbau des Controllers ADS7845 von TI/Burr-Brown verwendet, ein XPT2046. Der Display-Controller ist ein ILI9341, für den es jede Menge gute Bibliotheken gibt. Ein Schacht für eine SDHC-Karte ist auch vorhanden. Darauf lassen sich Bitmaps und Fonts für die Dartellung speichern. Außerdem lassen sich darauf komplette Setups sichern, etwa bestimmte Spannung/Strom-Kombinationen.

So weit mein kurzer Einblick in die Schaltungstechnik. Wenn ich mit dem Aufbau anfange gibt es mehr Details. Da es an Baustellen bei mir nicht mangelt, wird das wohl noch ein paar Monate dauern.

Immerhin habe ich schon genaue Vorstellungen, wie das Labornetzteil aussehen soll. Auch bei diesem Projekt habe ich erst mal ein Modell in Sketchup erstellt:

vamos_psu_012-7_exp

Die Drehgeber für die Einstellung von Spannung und Strom haben eine eingebaute RGB-LED und eine transparente Achse. Das sieht nicht nur cool aus, sondern ist auch zur Anzeige des jeweiligen Modus praktisch. Der Encoder leuchtet blau während der Spannungseinstellung und rot bei der Wahl der Strombegrenzung.

Dazu passen die beleuchteten Taster. Hier kommen kleine Metalltaster mit LED-Ring und 14mm Außendurchmesser in schwarz und chrom zum Einsatz.

Was fehlt, sind passende Polklemmen. Hirschmann kommt optisch nicht in Frage, das China-Sortiment ist qualitativ einfach nicht so wie ich es möchte. Also bleibt mir nur, die Buchsen ebenfalls selbst zu bauen. Aber das ist eine andere Geschichte, von der zu anderer Zeit berichtet werden soll. 😉


Orbit-Objekte als WebGL-Visualisierung

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August 8, 2015 by linguasite

Eigentlich bin ich als Webentwickler der ersten Stunde ja ziemlich konservativ eingestellt, was neue Webtechniken betrifft. Anstatt 100 Kilo Frameworks in den Browser zu laden mache ich mir lieber Gedanken wie sich das Darstellungsproblem in CSS lösen lässt. Statt lustiger Flash-Animationen ohne Nutzen verwende ich lieber statische Grafiken oder HTML5/CSS3-Features.

Was mich aber schon begeistert, ist die Browser-Schnittstelle WebGL. Damit sind 3D-Darstellungen in Web-Techniken umsetzbar, die sonst nur mit aufwändiger Desktop-Software möglich waren. Selbst anspruchsvolle Spiele lassen sich damit bauen. Passende Frameworks erleichtern die Entwicklung.

Ein besonders spannendes Beispiel für die Verwendung von WebGL ist mir gestern durch die Timeline gescrollt: „Stuff in Space“ heißt die Seite und sie visualisiert in einer interaktiven 3D-Grafik sämtliche bekannten Objekte (Satelliten, Raketenstufen, Weltraumschrott usw.) im Erdorbit sowie deren Umlaufbahn. Es ist wirklich beeindruckend. Schaut euch das an und spielt ein wenig damit.

stuffinspace

Man erkennt sehr schön den Ring der geostationären Satelliten für TV- und Internet-Übertragung und selbst kleine Objekte in Erdnähe sind mit Bewegung in Echtzeit dargestellt. Ein Klick auf das Objekt zeigt alle dazu verfübaren Daten, die aktuelle Geschwindigkeit und Position und vieles mehr an.

stuffinspace02

Wer mit eigenen WebGL-Projekten experimentieren möchte, kann das mit der Web-Demo von WebGL Studio probieren. Allerdings finde ich diese Anwendung weder besonders intuitiv noch gibt es eine gute Dokumentation (bzw. habe ich noch keine gefunden). Allerdings sind auf der Projektseite einige Erklär-Videos verfügbar. Ein wenig Geduld für die Einarbeitung ist also notwendig.

Da drängt sich mir natürlich gleich ein Gedanke auf: Lassen sich damit auch CNC-Objekte erstellen? Hat schon jemand Export-Schnittstellen bzw. CAM-Tools auf WebGL-Basis für G-Code oder STL gebaut? Ich werde mich mal auf die Suche machen. Wozu das genau gut sein könnte weiß ich zwar noch nicht, aber dazu fällt mir bestimmt noch etwas ein 😉

Wer dazu etwas weiß, möge bitte einen Hinweis hinterlassen.


Arduino als Katzentrainer …

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August 7, 2015 by linguasite

… mit automatischer Fütterung. Katze “Monkey” findet die Idee offenbar ganz spannend.


Direktlink zum Youtube-Video

Quelle: Blog von Ben Millam
http://benjaminmillam.com/cat-geek/monkey-the-cat-hunts-for-dinner/

Weiterlesen


Bitmaps zu C-Arrays für Grafik-Displays

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August 6, 2015 by linguasite

Die Ansteuerung von Zeichen-Displays ist relativ einfach: Der Code für das darzustellende Zeichen wird per Mikrocontroller an das Display gesendet, dort in Punkte umgerechnet und sofort angezeigt. Für die gängigen Display-Controller, etwa den HD44780, gibt es diverse Bibliotheken für PIC, STM32 oder AVR/Arduino, die diese Aufgabe erleichtern.

Matrixanzeige220Matrixanzeige220“ by Xmms. Licensed under CC BY-SA 2.0 de via Wikimedia Commons.

Bei Grafik-Displays gibt es nur Pixel. Um einen Buchstaben darzustellen ist ein Font notwendig. Bitmaps lassen sich ebenfalls darstellen, müssen aber in eine Bytefolge umgewandelt werden, die dann im passenden Format an das Display gesendet wird.

Ganz viele Informationen und Anleitungen dazu gibt es im Blog „electronics lab“: http://www.electronics-lab.com/tag/glcd/

Bei meiner Belichter-Steuerung habe ich damit ein wenig experimentiert und konnte mit etwas Bastelei diverse Schriftzüge und Grafiken auf dem Monochrom-Display mit 96×32 Pixeln von Pollin darstellen. Sogar Animationen sind möglich, wenn das Bild im RAM gecached, geändert und in schneller Folge auf das Display geschrieben wird. Allerdings habe ich das ohne GLCD programmiert, weil die Anpassung an das Display nicht richtig funktionierte.

Mein Logo sieht als Monochrom-Bitmap so aus:

plaintron_logo 001_exp

Als C-Array kommt dann sowas dabei heraus:

uint8_t bmp[] = {
  /* page 0 (lines 0-7) */  
  0x0,0x0,0x0,0x0,0x0,0x80,0xc0,0xe0,0x70,0x30,0x38,0x18,0x98,0x80,0x0,0xff,
  0xff,0x0,0x80,0x98,0x98,0x38,0x30,0x70,0xe0,0xc0,0x80,0x0,0x0,0x0,0x0,0x0,
  /* page 1 (lines 8-15) */  
  0x0,0x0,0xf0,0xfc,0x1f,0x7,0x1,0xf8,0xf0,0x8f,0x7f,0xf0,0xcf,0xbf,0x78,0xe7,
  0xdf,0xd8,0xb7,0xb7,0xb7,0xb7,0xd8,0xde,0xe0,0x61,0x7,0x1f,0xfc,0xf0,0x0,0x0,
  /* page 2 (lines 16-23)*/    
  0x0,0x0,0xf,0x3f,0xf8,0xe0,0x87,0x1e,0x79,0xf7,0xef,0xee,0xdd,0xbb,0xb7,0xb6,
  0x76,0x6d,0x6d,0x6d,0x6d,0x6d,0x6d,0x76,0x16,0x87,0xe0,0xf8,0x3f,0xf,0x0,0x0,
  /* page 3 (lines 24-31) */  
  0x0,0x0,0x0,0x0,0x0,0x1,0x3,0x7,0xe,0xc,0x1c,0x19,0x39,0x33,0x33,0x33,
  0x33,0x33,0x33,0x39,0x19,0x1c,0xc,0xe,0x7,0x3,0x1,0x0,0x0,0x0,0x0,0x0,
 };

 

Die Auflösung beträgt 32×32 Pixel, wobei ein Byte immer eine senkrechte Reihe von 8 Pixeln darstellt.

Im ersten Versuch habe ich dieses Bitmap-Array tatsächlich von Hand ausgerechnet. Einfacher geht es aber mit entsprechenden Tools.

Ein Online-Konverter: http://manytools.org/hacker-tools/image-to-byte-array/

Ein kleines Windows-Programm: http://www.hobbytronics.co.uk/bmp-lcd-converter

In Verbindung mit einem Flash-Speicher ist es auch möglich, Bitmap-Dateien direkt auszulesen und zeilenweise an das Display zu senden.

Fertige Bitmap-Fonts für Grafik-Displays gibt es ebenfalls. Die GLCD-Bibliothek bringt schon fertige Fonts mit.

https://code.google.com/p/glcd-arduino/


3D-Drucker: China-Original oder Dremel-Kopie?

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August 6, 2015 by linguasite

Die „Make:“-Redaktion von Heise beschäftigt sich in einer aktuellen Meldung mit dem 3D-Drucker von Dremel und findet ihn „Überraschend gut“. Ich habe die Meldung recht aufmerksam gelesen, weil für mich der Name Dremel bisher für „überraschend schlecht“ stand. Gute Ideen, gutes Marketing, preislich OK – aber die Umsetzung würde ich bei den bisher angeboteten Werkzeugmaschinen nie als profitauglich beschreiben.

Was der Heise-Meldung fehlt, ist ein Vergleich zwischen dem chinesischen Original Flashforge Dreamer und der abgespeckten (und billigeren) Dremel-Variante.

Im Blog „To Buy A 3D Printer“ gibt es Antworten auf die offen gebliebenen Fragen:

To be fair, both of these are quality 3D printers. Which you decide on depends on the amount of money you want to spend, what you will be printing and your tastes. The Dremel Idea and FlashForge both have touchscreens, SD and USB connectivity and a similar size. However, if you are looking for Wi-Fi compatibility, more printing flexibility, faster printing, multiple supported filament types and a fashionable look, the FlashForge Dreamer 3D Printer is the one for you.

http://tobuya3dprinter.com/dremel-idea-builder-vs-flashforge-dreamer-3d-printer-comparison/


Krabbeltiere: Hexapod und Kängubot

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August 5, 2015 by linguasite

Neulich bin ich über das Blog „Blaue Stunde“ auf das Thema Hexapod gestoßen und habe diverse Exemplare bei Youtube gefunden.

Hexapod Dimitri wirkt schon etwas beängstigend SciFi-mäßig:


Weiterlesen


Step by Step: Ansteuerung

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August 5, 2015 by linguasite

Im letzten Beitrag dieser Serie ging es um den Leistungsteil der Schrittmotorsteuerung. Nun fehlt noch das passende Signal, um die Endstufen im richtigen Takt so umzupolen, dass daraus ein Drehfeld für den Motor resultiert.

Die Grafik mit den Spannungsverläufen habe ich hier auf acht Takte gekürzt und jeweils eine 1 für V+ und eine 0 für GND eingetragen.

signale_c

Nun lässt sich für jeden Takt ein Wert in Form einer Binärzahl mit 4 Bit darstellen:

1: 1000h-bridge
2: 1001
3: 0001
4: 0101
5: 0100
6: 0110
7: 0010
8: 1010

Nochmal zur Verdeutlichung: Die Endstufe hat 4 Anschlüsse. Je H-Brücke existiert ein Anschluss für „positiv“ (A und C) und ein Anschluss für „negativ“ (B und D). In unserem Beispiel soll jeweils am gerade aktiven Anschluss eine Spannung von +5V anliegen, ansonsten 0V. Das sieht also nach einem idealen Job für einen kleinen 8-Bit-Mikrocontroller aus. Wir nehmen uns einfach einen Port und verbinden die unteren 4 Bit mit dem Schrittmotortreiber. Die oberen 4 Bit bleiben ungenutzt oder werden durch logische Verknüpfung anderweitig genutzt.

Was noch fehlt, ist das passende Programm. Wir könnten uns jetzt einen wahnsinnig raffinierten Algorithmus ausdenken, um die oben gezeigten Bitfolgen zu generieren. Wir können aber auch einfach ein 8-Byte-Array spendieren und die Werte dort ablegen. Das spart Rechenleistung, die wir für andere Aufgaben sinnvoller nutzen können.

Die Zahlenfolge für dieses Beispiel lautet 8,9,1,5,4,6,2,10.

Hexadezimal sieht das dann in C stark vereinfacht dann so aus:

char states[8] = {0x08, 0x09, 0x01, 0x05, 0x04, 0x06, 0x02, 0x0A};

 

Mit einer einfachen Schleife werden diese Werte nun nacheinander auf einen Port geschrieben:

int step = 0;

while (step < 8){
  PORTA = states[step];
  step ++;
  if ( step > 7 ) step = 0;
}

 

Natürlich fehlt hier noch eine Menge, etwa Initialisierungen und eine Verzögerung in der Schleife für die korrekte Drehgeschwindigkeit. Außerdem soll die Drehzahl variabel und auch die Drehrichtung umkehrbar sein. Um das Grundprinzip zu erklären genügt das aber und es gibt natürlich fertige Controller, die diese Aufgabe komfortabel erledigen. Das wird dann Thema des folgenden Artikels dieser Serie.


Vernetzt Euch!

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August 4, 2015 by linguasite

Blog-Wüste

Du hast also ein Blog. Schön für dich. Wirklich. Blogs sind toll. Sie helfen, die eigenen Gedanken zu veröffentlichen, zu strukturieren und zu vertiefen, du kannst anderen Leuten zeigen was du geschrieben hast und vielleicht kommentiert sogar mal jemand.

Aber ist das schon alles?

Blog-Systeme und blogtaugliche CMS wie Wordpress, Movable Type oder Drupal begleite ich seit den ersten Versionen sehr aufmerksam und habe wann immer es passte auch zu deren Codebasis etwas beigetragen. Die Entwicklung all dieser Systeme war von Anfang an auf Kooperation ausgelegt: Linklisten, Trackbacks, Reblog-Funktionen, Zitate, Kommentare, Diskussionen, Bewertungen und Like-Buttons, Tags, RSS, APIs für soziale Netzwerke, Remote-Administration – das sind alles Features, die geradezu danach schreien, eine riesige Community aufzubauen.

Aber das passiert nicht. Unglaublich viele Blogger schreiben im stillen Kämmerlein vor sich hin und hoffen, dass irgendwann jemand ihre Rufe hört. Doch egal wie interessant und gut aufbereitet der eigene Content ist – ohne Community ist das nicht viel wert.

In den letzten Jahren habe ich beruflich viel Zeit damit verbracht, Blogs zu vernetzen. Das geht auf technischem Wege durch Aggregatoren und Blog-Netzwerke, aber auch durch Motivation der Blogger, sich gegenseitig wahrzunehmen, z.B. durch gemeinsame Themen und Aktionen.

Erinnert sich noch jemand an die „Blog-Stöckchen„, die eine Weile sehr verbreitet waren? Oder Aktionen wie das „Blog-Teleskop„? Oder wie wäre es mal wieder mit einem Gemeinschaftsblog? Es gab wirklich viele gute Ansätze und gerade in der Zeit vor Facebook & Co. waren Blogs das Mittel der Wahl für die gemeinsame Kommunikation. Blogs sind plattformunabhängig, schützen die eigenen Daten, hängen nicht von großen Konzernen ab und sie sind je nach Installation und Können frei gestaltbar, leicht zu bedienen und umprogrammierbar. Und sie sind kostenlos oder extrem billig! Das sind alles gewaltige Vorteile, die leider niemand mehr so recht zu schätzen weiß.

Heute sind Blogs kleine Inseln, manchmal Inselgruppen, weden von Werbern zugespammt oder schlafen einfach, weil viele Blogger die Motivation verloren haben, in die Stille zu schreiben.

Muss das so?

Warum verlinkst du nicht in jedem Artikel auf mindestens ein anderes Blog?

Warum hinterlässt du nicht unter jedem Beitrag der dir gefällt ein kurzes „Hallo?“

Warum nimmst du maximal deine besten Online-Bekannten in die Blogroll auf?

Warum schreibst du nicht darüber, was andere Leute in ihren Blogs so machen?

Warum verwendest du dein Blog nicht als universelles Vernetzungs- und Kommunikationstool, das es sein könnte?

Warum hängst du stattdessen als Futter für die Marketing-Industrie in fremdbestimmten Social-Network-Plattformen rum? Weil da alle sind?

 

Erzähl doch mal. Mich interessiert das.

Bildquelle: Thar Khuri von user:FlickaEigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons

Mobiler Platinenbelichter

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August 3, 2015 by linguasite

gehaeuse-esposa

Im letzten #BlogBlick hatte ich es schon angedeutet: Eines meiner bestimmt bald irgendwann fertigen Projekte ist ein UV-Platinenbelichter. Bisher belichte ich meine Platinen mit einem umgebauten Flachbettscanner, in den ich eine Lochraster-Platine voller UV-LEDs gebaut habe. Die Zeitsteuerung übernimmt eine externe mechanische Eieruhr und die Ergebnisse sind OK genug für Testplatinen.

Dann aber ergab es sich, dass mir ein seltsamer Koffer von einem längst entsorgten Aldi-Elektroschrauber in die Hände fiel:

koffer-esposa

Irgendwas Nützliches muss daraus werden, und so kam mir die Idee, einen mobilen Belichter zu bauen. Größer als eine Eurokarte (160×100) sind meine Platinen üblicherweise nicht. Etwas Reserve kann aber nicht schaden. Also habe ich das Gehäuse erst mal in Sketchup skizziert, um zu schauen, ob ich alle Bauteile darin unterbringe. Außerdem sollte er beidseitig belichten können und vielleicht noch ein Vakuum-System haben.

sketchup-belichter-esposa

In dem Gehäuse ist sogar genug Raum für zwei Eurokarten, zwei kleine Luftpumpen und die zugehörige Elektronik. Also habe ich eine Platine in Target3001 entworfen.

3d_target_esposa

Die Anzahl der LEDs ist höher als eigentlich notwendig. Aber in den Elektronik-Foren wird oft berichtet, dass diese LEDs bei hoher Leistung schnell degenerieren und der UV-Anteil sinkt. Also nehme ich mehr LEDs, die kosten nicht viel, und betreibe sie mit etwa 2/3 Leistung über einen PWM-Dimmer. Die gelben LEDs sind als Beleuchtung zum Positionieren der Filme gedacht und ebenfalls dimmbar. Um Platz und Leiterbahnen zu sparen hängen die LEDs an der selben Leitung, sind aber entgegengesetzt gepolt. Durch Umpolen der Betriebsspannung kann ich also zwischen Gelblicht und UV umschalten. Gelbes Licht liegt in einem Wellenlängenbereich, der weit von 400nm entfernt ist, ich kann also in Ruhe positionieren, ohne dass die UV-Schicht belichtet wird.

Der Einfachheit halber habe ich mit Streifenraster-Platinen gearbeitet, die gerade in der passenden Größe bei Pollin herumlagen. Für die professionelle Optik und als Bestückungshilfe habe ich das Bestückungslayout auf selbstklebende Folie gedruckt und auf die Platine geklebt.

gehaeuse-esposa

Bis es dann so aussah, waren noch ein paar Arbeitsschritte notwendig. Den Rahmen aus Aluminium, Holz und Plexiglas habe ich mit Hilfe der CNC-Fräse wirklich sehr exakt hinbekommen. Was noch fehlt ist die Glasplatte. Da gab es einen kleinen Rückschlag: Ich hatte zwei Scanner-Gläser, die ich zuschneiden wollte. Glas schneiden kann ich, das sollte nicht das Problem sein. Anritzen klappte auch prima, aber das Glas wollte nicht durchknacken. Mehr Druck, eine Abbrech-Vorrichtung, Handschuhe an, zur Sicherheit, und Schutzbrille auf, mehr Kraft – und Peng! – zersprang die Scheibe in viele tausend Stücke. Inzwischen weiß ich, dass in Scannern gehärtetes Sicherheitsglas verwendet wird, das sich nicht schneiden lässt 😉

Der Plexiglas-Rahmen mit der Glasscheibe soll die Lichtkammer luftdicht abschließen. Im Griffbereich des Koffers sitzen zwei kleine Luftpumpen, die das Gehäuse evakuieren. Der Rahmen enthält einige Löcher (noch nicht gebohrt), durch die die Luft zwischen der oberen und der unteren Glasplatte abgesaugt werden soll.

rahmen-esposa

Zur Ansteuerung der LEDs verwende ich einen – wer hätte das gedacht – Schrittmotortreiber mit Doppel-H-Brücke. Der eigenet sich prima dafür, weil er auf zwei Kanälen die Spannung umpolen kann und bereits ein PWM-Modul eingebaut hat. Für die Ansteuerung sind dann pro Seite (also oben und unten) nur zwei Leitungen notwendig, die über einen Mikrocontroller angesteuert werden (wahrscheinlich ein AVR mit Arduino-Bootloader).

Das Bedienteil findet im oberen Deckelteil Platz. Ein günstiges und superdünnes LCD habe ich bei Pollin eingepackt, die Bedienung soll über Sensortasten laufen oder vielleicht auch über einen Mini-Joystickschalter, oder beides, mal sehen.

esposa_lcd_start_screen_03Das Pollin-Display ist grafikfähig, hat 96 x 32 Pixel und lässt sich mit einer modifizierten GLCD-Bibliothek betreiben. Erste Tests damit habe ich schon gemacht, aber die Menüführung wird wohl einigen Aufwand verursachen. Immerhin existiert schon der Startbildschirm (und ja, ich geben meinen Projekten immer Namen bevor sie fertig sind).

Wann es mit dem Belichter weiter geht weiß ich noch nicht. Im Moment sind ein paar andere Sachen wichtig, aber bis Ende des Jahres wäre ich gerne damit durch.

 


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